GP-SR1-PC314 16 kWh Speicher – passende Wechselrichter (Deye, Victron, SMA)

16 kWh Batteriespeicher GP-SR1-PC314 – und welcher Wechselrichter dazu passt

Der Gobel Power GP-SR1-PC314 Premium ist ein 48-Volt-Batteriespeicher (51,2 V nominal) mit 16,07 kWh in einem einzigen 19-Zoll-Gehäuse. Er passt an alle gängigen Niedervolt-Hybridwechselrichter von Deye, Victron, SMA, Growatt, GoodWe und Solis – aber eben nicht an jeden Wechselrichter. Hier steht, welche Geräte zusammenpassen, wie du die Größe richtig wählst und wo die typischen Stolperfallen liegen.

Gobel Power GP-SR1-PC314 Premium 16 kWh LiFePO4 Batteriespeicher 51,2 V

Niedervolt oder Hochvolt – die wichtigste Frage vorab

Batteriespeicher gibt es in zwei Welten. Hochvolt-Systeme (KOSTAL PLENTICORE, Sungrow SH-RT, GoodWe ET) arbeiten mit 150 bis 500 Volt Batteriespannung. Niedervolt-Systeme arbeiten mit 48 Volt. Der GP-SR1-PC314 gehört in die zweite Gruppe.

Das heißt im Klartext: An einem KOSTAL PLENTICORE oder einem Sungrow SH10RT läuft dieser Speicher nicht. Dafür läuft er an fast allem, was mit 48-V-Batterien und dem Pylontech-Protokoll umgehen kann – und das ist der größte Teil des Hybrid-, Ersatzstrom- und Inselmarktes.

Kompatible Wechselrichter für den GP-SR1-PC314

Hersteller Typische Modelle Wofür geeignet
Deye SUN-5K / 6K / 8K / 10K / 12K-SG04LP3 (3-phasig), SUN-5K-SG03LP1 (1-phasig) Der Klassiker zum Speicher: volle Ersatzstromfunktion, hohe Ladeleistung, guter Preis
Victron MultiPlus-II 48/3000 bis 48/5000, Quattro, zusammen mit Cerbo GX Inselanlagen, Ferienhäuser, alles wo Zuverlässigkeit und Monitoring vorgehen
SMA Sunny Island 4.4M / 6.0H / 8.0H, Sunny Boy Storage 3.7 / 5.0 / 6.0 Nachrüstung an einer bestehenden PV-Anlage mit SMA-Wechselrichter
Growatt SPH 3000–6000 TL BL-UP, SPF-Serie Preisbewusste Nachrüstung im Einfamilienhaus
GoodWe ES / EM / BH-Serie (48 V – nicht die ET-Hochvoltreihe) Einphasige Anlagen mit Ersatzstrombedarf
Solis, Luxpower, Sol-Ark, Sunsynk, Schneider 48-V-Hybridserien mit CAN- oder RS485-Batterieanbindung Gewerbe, Inselanlagen, internationale Systeme

Ab Werk sind Victron CAN und Pylontech CAN hinterlegt, dazu Profile für Deye, SMA, Schneider und weitere Hersteller.

Die Tabelle zeigt typische Kombinationen aus der Praxis. Ob dein konkretes Gerät freigegeben ist, hängt an Modellvariante und Firmwarestand – schick uns die genaue Bezeichnung, wir prüfen das schriftlich und kostenlos.

Anschlussseite des GP-SR1-PC314 mit BMS, CAN-, RS485- und RS232-Ports

Neu in dieser Generation: das BMS GP-PC200B

Die aktuelle Ausführung arbeitet mit dem überarbeiteten Batteriemanagement GP-PC200B. Für die Praxis sind drei Punkte daran wichtig:

  • Automatische Adressierung: Steht der DIP-Schalter auf 0, vergeben sich die Batterien ihre Adressen selbst. Das manuelle Durchschalten an jedem Gerät entfällt – bei mehreren Batterien spart das bei der Inbetriebnahme spürbar Zeit und schließt die häufigste Fehlerquelle aus.
  • Bis zu 63 Einheiten parallel: Damit reicht dieselbe Batterie vom Einfamilienhaus bis zum Gewerbespeicher im Megawattstunden-Bereich.
  • Gesteuerter Heizungsanschluss: In der Ausführung mit Heizfolie schaltet das BMS die Heizung bei Tieftemperatur-Alarm selbst zu und fordert dabei 10 A Ladestrom an. Relevant für Garage, Nebengebäude oder Technikraum ohne Heizung – LiFePO4-Zellen dürfen unter 0 °C nicht geladen werden.

Angaben nach BMS-Datenblatt GP-PC200B.

Fernüberwachung: Fehler sehen, bevor jemand rausfährt

Über CAN oder RS485 hängt der Speicher direkt am Wechselrichter, die Batteriedaten laufen also in dessen Portal mit. Zusätzlich lässt sich der GP-SR1-PC314 in Victron VRM, Solar Assistant und Home Assistant einbinden.

Für die PC200B-Generation gibt es außerdem ein optionales WLAN-Modul, das die Batteriedaten in ein eigenes Portal bringt: Zellspannungen, Temperaturen, Lade- und Entladeströme. Im Servicefall schauen wir damit zuerst in die Daten und sagen dir, ob überhaupt jemand vorbeikommen muss oder ob es eine Einstellung im Wechselrichter ist. Bei einem Speicher, der zehn Jahre laufen soll, ist das der Unterschied zwischen Ferndiagnose und teurer Anfahrt.

Monitoring-Dashboard des GP-SR1-PC314 mit Live-Batteriedaten und Zellspannungen

Wie viel Wechselrichter braucht der Speicher?

Der GP-SR1-PC314 gibt dauerhaft 7,68 kW ab (150 A) und lädt mit bis zu 140 A. Damit ist er praktisch nie der Flaschenhals – der Wechselrichter bestimmt, wie schnell das Haus versorgt wird.

  • 5 kW Wechselrichter: reicht für ein normales Einfamilienhaus ohne Wärmepumpe. Der Speicher hat noch Reserve.
  • 8 bis 10 kW Wechselrichter: die sinnvolle Größe, sobald Wallbox oder Wärmepumpe dazukommen.
  • 12 kW und mehr: dann lohnt sich eine zweite Batterie parallel, sonst wird die Batterie im Ersatzstrombetrieb zum Limit.

Faustformel für die Speichergröße

Als grober Richtwert gilt: 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch, plus Reserve für E-Auto und Wärmepumpe.

  • 4.000 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch: 10 kWh reichen meist – 16 kWh nur, wenn E-Auto oder Wärmepumpe geplant sind
  • 6.000 bis 10.000 kWh: 16 kWh sind hier die passende Größe
  • über 10.000 kWh oder Gewerbe: zwei Einheiten parallel, also 32 kWh

Wichtig: Ein zu großer Speicher rechnet sich nicht. Die letzten Kilowattstunden werden im Winter kaum noch gefüllt und kosten trotzdem Geld.

Technische Eckdaten auf einen Blick

  • Nennspannung: 51,2 V (Bereich 44–58,4 V)
  • Kapazität: 314 Ah / 16,07 kWh
  • Zellen: 16S1P, prismatische EVE-LiFePO4-Zellen
  • BMS: GP-PC200B, 200 A, aktives Balancing 2 A, automatische Adressierung
  • Dauerleistung: 7,68 kW (150 A Entladung / 140 A Ladung)
  • Wirkungsgrad: ≥ 95 %
  • Kommunikation: CAN / RS485 / RS232, WLAN-Modul optional
  • Abmessungen: 482,6 × 771,5 × 241 mm (19 Zoll, 6 HE)
  • Gewicht: ca. 118 kg
  • Schutzart: IP21 (Innenaufstellung)
  • Zyklen: 8.000 – Garantie: 10 Jahre (Hersteller)
  • Zertifikate: CE, UN38.3, IEC 62619

Angaben nach Herstellerdatenblatt GP-SR1-PC314 und BMS-Datenblatt GP-PC200B, Abweichungen je nach Produktionscharge möglich.

Worauf du bei der Installation achten musst

  • Kommunikationskabel: Zwischen Batterie und Wechselrichter läuft CAN oder RS485. Die Belegung unterscheidet sich je Hersteller – das mitgelieferte Kabel passt nicht automatisch an jedes Gerät.
  • DC-Sicherung: Zwischen Batterie und Wechselrichter gehört ein passender DC-Lasttrennschalter mit Sicherung. Bei 150 A Dauerstrom ist das kein Detail, sondern Pflicht.
  • Kabelquerschnitt: Bei 48 V fließen hohe Ströme. Für kurze Wege sind 70 mm² üblich, bei längeren Strecken entsprechend mehr.
  • Aufstellort: trocken, frostfrei, innen (IP21). Rund 118 kg wollen auf einem tragfähigen, ebenen Untergrund stehen.
  • Transport: Der Speicher ist Gefahrgut nach ADR. Selbstabholung geht nur mit einem entsprechend ausgerüsteten Fahrzeug – in den meisten Fällen ist die Spedition günstiger.
  • Anmeldung: Speicher beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister melden – die AC-Seite gehört in die Hand eines eingetragenen Elektrofachbetriebs.

Später erweitern: aus 16 werden 32 kWh

Mehrere GP-SR1-PC314 lassen sich parallel schalten, laut BMS-Datenblatt bis zu 63 Einheiten. Die vorhandene Batterie bleibt dabei in Betrieb, es kommt einfach ein zweites Gerät dazu. Für Gewerbe- und Mehrfamilienhausprojekte ist das der günstigste Weg zu großen Kapazitäten.

Mehrere GP-SR1-PC314 Batteriespeicher parallel an einem Hybrid-Wechselrichter installiert

Häufige Fragen

Passt der GP-SR1-PC314 an einen KOSTAL PLENTICORE?

Nein. Der PLENTICORE ist ein Hochvolt-Gerät und braucht einen Hochvolt-Speicher, zum Beispiel aus der Dyness Tower-Serie. Der GP-SR1-PC314 ist ein 48-V-Speicher.

Brauche ich zwingend einen Hybrid-Wechselrichter?

Es muss ein Gerät mit Batterieanschluss und CAN- oder RS485-Kommunikation sein. Hast du einen reinen String-Wechselrichter ohne Batterieanschluss, kommt ein AC-gekoppelter Batteriewechselrichter dazu – zum Beispiel ein Victron MultiPlus-II oder ein SMA Sunny Island.

Wie viele Einheiten kann ich parallel schalten?

Das BMS-Datenblatt nennt bis zu 63 Batterien im Parallelbetrieb. Sag uns, wie groß du planst, dann stimmen wir die Auslegung vorab mit dem Hersteller ab.

Muss ich die Batterien einzeln adressieren?

Nein. Die PC200B-Generation vergibt die Adressen automatisch, solange der DIP-Schalter auf 0 steht. Manuell geht es bei Bedarf weiterhin über die sechs Schalterstellungen.

Kann ich den Speicher selbst anschließen?

Die DC-Seite kannst du als versierter Selbstmonteur vorbereiten. Der Anschluss ans Hausnetz und die Anmeldung beim Netzbetreiber müssen aber über einen eingetragenen Elektrofachbetrieb laufen.

Gibt es eine Variante mit Heizung?

Ja, für kalte Aufstellorte gibt es die Ausführung mit Heizfolie, die das BMS selbst ansteuert. Frag uns vor der Bestellung danach, wir prüfen die Verfügbarkeit im EU-Lager.

Unser Service

  • Kompatibilitätsprüfung vor dem Kauf – schriftlich, kostenlos, mit klarer Ansage wenn etwas nicht passt
  • Auslegung von Speichergröße und Wechselrichter passend zu deinem Verbrauch
  • Komplettpakete aus Wechselrichter, Speicher und Zubehör
  • Unterstützung bei der Erstparametrierung
  • Abholung in Emmerich am Rhein oder Speditionsversand deutschlandweit

Nächster Schritt

Schreib uns kurz: Wechselrichter-Modell (oder was geplant ist), Jahresverbrauch und ob E-Auto oder Wärmepumpe dazukommen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, welche Kombination bei dir Sinn ergibt – und ein Angebot, wenn es passt.

Zum Produkt: Gobel Power GP-SR1-PC314 Premium, 16 kWh